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Lassen Sie Ihr Heim
nicht das Zuhause von
Schädlingen werden.

Ameisen

Ameisen zählen zu den „sozialen“ Insekten. Weltweit sind etwa 12.500 Arten bekannt, davon kommen ca. 180 Arten in Europa vor. Sie leben in unterschiedlich großen Völkern ähnlich wie Bienen zusammen. Das Ameisenvolk besteht aus einer oder mehreren Königinnen und ungeflügelten Arbeiterinnen, die für die Versorgung der Nachkommen zuständig sind. Zu bestimmten Zeiten im Jahr treten auch geflügelte Ameisenmännchen und -weibchen auf. Ameisen schädigen durch ihre intensive Grabetätigkeit unter Wegplatten und auf Terrassen. Hier bilden sich regelrechte Stolperfallen. Da sie sich gern von kohlehydrathaltigen Nahrungsmitteln ernähren, können sie in der Küche und auf Terrasse und Balkon zu lästigen "Mit-" Essern werden.
Je nach Ameisenart sind die Ameisen hellbraun, dunkelbraun oder schwarz gefärbt.

Lebensweise:

Den Mittelpunkt des Ameisenstaates bildet die Königin. Sie allein ist in der Lage, nach dem Hochzeitsflug ein neues Ameisenvolk zu gründen. Nach Abwurf der Flügel legt die Königin im Verborgenen unter Steinen, Platten, in Wandritzen oder anderen Verstecken ein neues Nest an. Hier beginnt sie mit der Eiablage und zieht die ersten Arbeiterinnen noch selbst auf. Sobald die ersten Arbeiterinnen geschlüpft sind, widmet sie sich ausschließlich der Eiproduktion. Die Arbeiterinnen können keine Eier legen. Ihre Funktion besteht in Aufzucht und Pflege von Eiern, Larven und Puppen sowie in der Nahrungssuche.

Anfangs bleibt das Ameisenvolk meist unbemerkt. Erst im zweiten oder dritten Jahr kommt es zu einer Belästigung für den Menschen, wenn die Ameisen sich stark vermehrt haben. Es kommt dann periodisch zu einem Massenauftreten der Arbeiterinnen, die auf der Suche nach Nahrung und Wasser die Umgebung (Wohnräume, Balkon und Terrassen) erkunden. Der größere Teil des Ameisenvolkes lebt aber verborgen im Nest und ist dort mit der Versorgung der Königin und der Aufzucht der Brut beschäftigt.

Nahrungssuche:

Ameisen ernähren sich von kohlehydrathaltigen Stoffen wie Zucker, Fruchtsaft, Marmelade, Obst. In der Natur nehmen sie gern die zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blattläusen oder süße Pflanzensäfte auf. Phasenweise ernähren sich Ameisen hauptsächlich von eiweißreicher Kost wie z.B. von anderen Insekten oder auch von der Wurst auf dem Tisch.
Wenn die Arbeiterinnen auf ihrer Nahrungssuche eine Nahrungsquelle gefunden haben, geben sie einen Duftstoff (ein so genanntes Pheromon) ab, der den anderen Ameisen aus dem Volk den Weg weist. Je mehr Ameisen den Weg belaufen desto intensiver wird der Duft und umso mehr Ameisen werden angelockt. So bilden sich regelrechte „Ameisenstraßen“.

Aufenthaltsorte:

Ameisen leben verborgen in der Erde, unter Steinen, Platten, in Wandritzen oder anderen Verstecken. Im Freien sind sie auf Terrassen und Balkonen, in Innenräumen häufig in Küchen, Vorratskammern oder Kellerräumen zu finden. Sie treten meist von Frühjahr bis Herbst auf, den Winter verbringen sie in Winterruhe in ihrem Nest.
In gut geheizten Häusern können auch tropische Pharaoameisen auftreten. Sie sind sehr klein (1,5 – 2,5 mm lang), honiggelb und haben eine dunkle Hinterleibsspitze. Mit handelsüblichen Mitteln lassen sich solche Ameisen nicht bekämpfen. Hier ist die Hilfe eines professionellen Schädlingsbekämpfers notwendig.

Vorbeugung eines Befalls:

  • Nahrungsmittel gut verschlossen aufbewahren, verschüttete oder vergossene zuckerhaltige Lebensmittel sofort beseitigen
  • Fenster und Türen so abdichten, dass Ameisen nicht ins Haus gelangen können
  • Nester im Freien umsiedeln. Blumentopf aus Ton über den Bau stülpen und die Ameisen mit dem darin neu gebauten Nest wegtragen.