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Lassen Sie Ihr Heim
nicht das Zuhause von
Schädlingen werden.

Schnecken

kriechende Nacktschnecke

Schnecken gehören zu dem Stamm der Weichtiere. Es gibt geschätzt 100.000 Arten, die im Wasser oder an Land leben und je nach Art Körpergrößen zwischen 0,5mm bis 75cm erreichen können. Sie kommen auf fast allen Kontinenten vor und meiden nur Orte, an denen es zu kalt oder zu trocken ist, wie zum Beispiel in Wüsten oder auf arktischen Inseln. In Deutschland gibt es circa 260 Arten, die an Land leben. Neben der Weinbergschnecke sind die hierzulande bekanntesten Arten die Spanische Wegschnecke, die in den 60er Jahren nach Deutschland eingeschleppt wurde, die Ackerschnecke und die Gemeine Wegschnecke. Diese Arten von Nacktschnecken sind besonders unbeliebt, da sie sich gerne über frische Salat- und andere Gemüsesorten im Garten hermachen. 

Die Spanische Wegschnecke wird sieben bis 15 Zentimeter groß und verdrängt bei großem Aufkommen sogar andere Nacktschneckenarten. Außerdem wird sie auch von den eigentlichen Fressfeinden verschmäht, da sie besonders viel Schleim absondert. Daher richtet besonders diese Art oft großen Schaden an frischen Pflanzen an.

Die ausgewachsene Ackerschnecke wird bis zu fünf Zentimeter groß und klettert auch Pflanzen hinauf, um sie zu fressen, während die Jungtiere überwiegend bodennahe Pflanzenteile und Keimlinge fressen. 

Die Gemeine Wegschnecke wird drei bis fünf Zentimeter groß und ist gelb- bis braungrau gefärbt mit einer hellgelben Sohle. 

Im Gegensatz zu Nacktschnecken bevorzugen Gehäuseschnecken oftmals Welkfutter.

Lebensweise

Lebensraum von Schnecken

Der Körper der Schnecke besteht aus einem sogenannten Kopffuß und dem Eingeweidesack, der unter Anderem zur Verdauung dient und von einem Gehäuse aus Kalk geschützt wird. Der zum Schalenaufbau benötigte Kalk wird mit der Nahrung aufgenommen oder mit Hilfe des Sohlenschleims der Schnecke aus dem Boden gelöst. Bei Nacktschnecken hat sich dieses Gehäuse im Laufe der Evolution zurückgebildet. 

Auf der Bauchseite des Schneckenkörpers befindet sich eine Sohle, die zur Fortbewegung genutzt wird. Die Schnecken kriechen damit raupenartig auf einem Schleimteppich, der aus Drüsen am vorderen Kopfende abgesondert wird. Auf diese Art können sie auch glatte Flächen erklimmen. Außerdem nutzen sie den Fuß, um Eipakete zu Formen und Einzugraben. Am Kopf besitzt die Schnecke vier Fühler, die zur Orientierung dienen. Zwei der Fühler bilden am Ende jeweils die Augen der Schnecken und zwei die Tast- oder Riechfühler.

Schnecken sind Zwitter, in der Fachsprache Hermaphroditen genannt, was bedeutet, dass sich die Geschlechts- und Hilfsorgane in einem gemeinsamen Genitalapparat befinden. Die im Spätsommer und Herbst befruchteten Eier werden in eine selbst gegrabene Höhle gelegt und überwintern dort. In einer Höhle liegen dabei bis zu 400 Eier. Gehäuseschnecken entwickeln sich vollständig im Ei, sodass sie als beschalte Jungschnecken schlüpfen und direkt zur Nahrungssuche bereit sind. 

Nahrungssuche

Schnecken sind Pflanzenfresser, die oft auch Aas fressen und daher als Allesfresser bezeichnet werden können. Sie zerkleinern ihr Nahrung mit Hilfe einer Raspelzunge, die sich im Inneren des Weichtieres befindet und mit Zähnchen besetzt ist. Auf Nahrungssuche begeben sich die ersten Schnecken, sobald der Boden frostfrei ist. Als Futter finden sie dann grüne Salatblätter, Gemüsepflanzen, derbe Triebe und Blüten von Dahlie oder Rittersporn, oder Erdbeeren. Es gibt allerdings auch Pflanzen, die die Nacktschnecken nicht fressen. Hierzu zählen Gewächse, die bittere oder giftige Stoffe enthalten, wie zum Beispiel Radicchio, Artischocken oder Farnarten; intensiv riechende Zwiebelgewächse oder Kräuter; dornige oder stachelige Triebe von Rosen oder Beerensorten; behaarte Stängel und Blätter wie vom Woll-Ziest; hartes Laub wie Buchs oder Kirschlorbeer; scharfkantige Blätter und Gräser.

Der überwiegend nachts entstandene Schaden wird durch Loch- und Blattrandfraß an den oberirdischen Pflanzenteilen sichtbar.

Aufenthaltsorte

Schnecken bevorzugen feuchte, nicht zu kalte Umgebungen, weshalb man sie auch besonders oft nach einem Sommerregen auf der Straße findet. Außerdem halten sie sich gerne in Gärten auf, die durch regelmäßige Bewässerung der Pflanzen eine feuchte und nahrungsreiche Umgebung bieten. Schnecken leben überwiegend am Boden oder kriechen an Pflanzen hoch, einige Arten, wie die Gartenwegschnecke oder die Jungtiere der Ackerschnecke, leben jedoch auch im Boden, weshalb sie auch für bodennahe Pflanzenteile wie Wurzeln oder Keimlinge eine Gefahr darstellen. 

Im Winter ziehen alle Landschnecken in Spalten im Boden.

Vorbeugung eines Befalls

  • für eine naturnahe und artenreiche Bepflanzung sorgen, die natürliche Fressfeinde der Schnecken (Igel, Kröten, Vögel, Maulwürfe, Spitzmäuse, Käfer) anlocken
  • Morgens gießen
  • auf grobes Mulchmaterial verzichten, da sich Schnecken darunter verstecken
  • unbewachsene Gartenbereiche hacken, um Hohlräume als Versteck und Ablageort für Eier zu zerstören
  • andere Ablageorte für Eier (unter Pflanzenkübeln oder Regentonnen, unter lockeren Steinen) aufspüren und Eier entfernen

Bekämpfung

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